GirlsDoPorn-Gründer auf der Liste der meistgesuchten Verbrecher des FBI

Michael Pratt

Die Fahndung nach dem Betreiber der kriminellen Porno-Plattform GirlsDoPorn wird nun ausgeweitet. Michael James Pratt, der junge und unerfahrene Models und Darsteller nicht nur betrogen und in die Irre geführt hat, sondern auch noch lange nach den Dreharbeiten aktiv versucht hat, ihnen zu schaden, gehört nun offiziell zu den Top 10 der meistgesuchten Verbrecher des FBI. Die Belohnung für Hinweise, die zu seiner Verhaftung führen, wurde auf 100.000 Dollar verdoppelt.

Der Mann, der für eine der schmutzigsten Pornofirmen überhaupt verantwortlich ist, wird nun gejagt wie Drogenbarone und Top-Terroristen. Beamte des FBI haben bekannt gegeben, dass Michael James Pratt, der im Mittelpunkt einer bundesbehördlichen Anklage wegen Menschenhandels mit sexuellem Hintergrund steht, jetzt auf der Liste der 10 meistgesuchten Verbrecher des FBI steht. Dieser Schritt dürfte sein Leben im Verborgenen erheblich erschweren.

Die Jagd nach Pratt, einem 39-jährigen Mann, der in Neuseeland geboren wurde, wird nun an Intensität zunehmen und die Öffentlichkeit wird verstärkt auf seine Verbrechen aufmerksam gemacht. Außerdem wurde die Belohnung für Hinweise, die zu seiner Ergreifung führen, verdoppelt.

Eine der mit dem Fall befassten Ermittlerinnen, Stacey Moy, ging sogar so weit, Pratt als »sehr große Gefahr für die Öffentlichkeit« zu bezeichnen und zu betonen, dass das FBI die Hilfe der Öffentlichkeit benötigt, um ihn dingfest zu machen. Nach Ansicht des FBI ist er ein hartgesottener Schwerverbrecher, der keinen Respekt vor anderen Menschen hat.

Der US-Staatsanwalt Randy Grossman fügte hinzu: »Unseren Anschuldigungen zufolge hat Pratt Gewalt, Betrug und Nötigung angewandt, um Hunderte von jungen erwachsenen Frauen, die meisten von ihnen unter 20, und mindestens ein minderjähriges Opfer zu rekrutieren.«

Michael Pratt kam 2012 in die USA und startete kurz darauf seine Webseite GirlsDoPorn mit dem Konzept, Darstellerinnen zu präsentieren, die neu in der Branche sind und noch keine Pornoerfahrung haben.

Einige Jahre später verklagten 22 Darstellerinnen ihn und sein Unternehmen, weil sie unter Vorspiegelung falscher Tatsachen angelockt und im Anschluss an ihre Arbeit für sein Unternehmen sogar gestalkt worden waren. Wie sich herausstellte, bestand das Konzept der Webseite von Anfang an darin, weitgehend unerfahrene und ahnungslose Darstellerinnen zu schädigen und bloßzustellen, wobei ihnen versprochen wurde, dass die Inhalte nur an private Sammler verkauft und nicht im Internet landen würden.

Pratt ging jedoch noch weiter, was darauf hindeutet, dass er die Leiden und Ängste der Darstellerinnen sadistisch genoss. Während des Gerichtsverfahrens wurde deutlich, dass das sogenannte Doxxing, also das öffentliche Beschämen und Stalken der Models, Teil des Geschäftsmodells war.

Viele der Models und Darstellerinnen erlitten durch die Handlungen von Pratt und seiner Webseite erheblichen privaten, beruflichen und psychischen Schaden.

Der in Verruf geratene Pornounternehmer floh 2019 während eines Zivilprozesses aus San Diego, während seine führenden Mitarbeiter und Mittäter mit schweren Anklagen konfrontiert wurden; vier von ihnen bekannten sich in den Bundesverfahren schuldig. Der Richter stellte sich auf die Seite der Opfer und ordnete eine Geldstrafe in Höhe von 12,7 Millionen US-Dollar gegen Pratt an.

Im November 2019 erließ das FBI einen Haftbefehl gegen Pratt wegen des Vorwurfs des organisierten Menschenhandels mit sexuellem Hintergrund. Zunächst gab es viele Gerüchte, dass Pratt nach Neuseeland geflohen sei und dort untergetaucht lebe. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Pratt zahlreiche Verbindungen zu anderen sadistischen Personen hat und von diesen unterstützt wird. Er könnte Hilfe von Personen aus Australien, Italien, Spanien, Portugal, der Türkei, Singapur, Japan, Chile, Kroatien und Frankreich erhalten.

Die Ermittlungen zu den Geschäften der Plattform führten zu dem Ergebnis, dass die abonnementbasierte Webseite wahrscheinlich mehr als 17 Millionen Dollar an Einnahmen generierte. Es wird vermutet, dass Pratt immer noch Zugang zu dem durch seine Straftaten erwirtschafteten Vermögen hat. Es bleibt abzuwarten, ob Pratt nun erwischt wird und Konsequenzen für sein Verhalten tragen muss.

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