
Jordanien – Alexas Morgan (28), ein bekanntes Erotik-Sternchen aus den USA, gerät im Urlaub in Jordanien in ernsthafte Schwierigkeiten. Sie wurde festgenommen, weil sie beschuldigt wurde, sexuelle Inhalte auf ihrer OnlyFans-Seite veröffentlicht zu haben.
In dem arabischen Land, das für seine problematische Menschenrechtslage bekannt ist, insbesondere in Bezug auf Frauen, sorgte dies für erhebliche Probleme.
Polizeigewalt und Beschlagnahmung
Laut Alexas Morgan erzählten mehrere Polizisten, die mit Maschinengewehren bewaffnet waren, sie zum Gerichtsgebäude transportiert hätten. Dort sei sie etwa 17 Stunden lang festgehalten worden. „Sie nahmen ohne Grund alle meine Sachen mit und ich konnte nicht verstehen, was sie sagten. Sie beschlagnahmten alle Telefone und elektronischen Geräte“, schilderte sie gegenüber dem Daily Star.
Verhör ohne rechtlichen Beistand
Besonders belastend empfand Alexas, dass sie ihre OnlyFans-Seite vor einer Gruppe männlicher Polizisten öffnen musste, die sich ihre Fotos und Videos ansahen. „Ich fühlte mich unwohl und hatte Angst vor dem, was passieren würde“, so die junge Frau.
Immer wieder betonte Alexas vor den Polizisten, keine erotischen oder pornografischen Inhalte in Jordanien aufgenommen zu haben. Trotzdem durchsuchten die Beamten ausgiebig ihren OnlyFans-Account.
Entlastende Ergebnisse der Untersuchung
Nach 17 Stunden durfte Alexas schließlich ihre Familie in Miami (Florida) anrufen. Zudem musste sie ohne Anwalt vor dem Richter eine Aussage machen, bevor sie unter der Auflage, das Land nicht zu verlassen, freigelassen wurde. Zwei Wochen später ergab der Bericht über die beschlagnahmten Geräte, dass sich auf keinem der Geräte Material für Erwachsene befand, das in Jordanien gefilmt wurde.
Ungewisse Zukunft
Alexas befindet sich weiterhin in Jordanien und weiß nicht, wie es für sie weitergehen wird. Inzwischen hat sie die amerikanische Botschaft um Unterstützung gebeten.
„Das ist wirklich beängstigend und alles für nichts. Sie ist dort praktisch gefangen“, sagte Alexas‘ Mutter, die völlig verzweifelt ist. Obwohl die Untersuchung keine belastenden Beweise ergab, erhielt Alexas dennoch ein Anklageschreiben. Im schlimmsten Fall droht ihr eine Freiheitsstrafe von mindestens sechs Monaten sowie eine Geldstrafe von mindestens 9000 Dinar (circa 11.500 Euro).
