Playboy-Gruppe weiter auf der Suche nach sich selbst

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Das durch eine komplizierte Börsenkonstruktion wieder zu neuem Leben erweckte Playboy-Unternehmen hat die Übernahme der Plattform Dream bekannt gegeben. Für 30 Millionen Dollar wird die einstige Branchenlegende den Digitaldienstleister übernehmen, um die ehemalige Heftmitte, das sogenannte Centerfold mit neuer Technik in eine neue, digitale Zukunft zu führen. Brancheninsider vermuten, dass Playboy dem angeschlagenen OnlyFans-Imperium Konkurrenz machen will.

Das börsennotierte Mutterunternehmen der nach unzähligen Verkäufen und Umstrukturierungen verbliebenen Playboy-Gruppe übernimmt das Tech-Unternehmen Dream für 30 Millionen Dollar.

Playboy will mit dem neuen Produkt Centerfold an alte Traditionen anknüpfen, und die Doppelseite in der Heftmitte, das für viele jahrzehntelang die Bunny-Kultur schlechthin repräsentierte zum neuen Kernprodukt ausrufen. Über Centerfold will das Unternehmen seine digitale Zukunfsstrategie umsetzen. Dabei soll Dream eine zentrale Rolle spielen.

Forbes berichtete im Zusammenhang mit der Übernahme von Dream durch Playboy: »Die Dream-Infrastruktur wird praktisch als technologisches Rückgrat von Centerfold dienen. Es soll darüber hinaus eine E-Commerce-Verbindung mit der Marke Playboy geben, die mit der Plattform verbunden ist, so dass die Nutzer Produkte und Waren kaufen können, die mit der historischen Marke verbunden sind. Die Nutzung von Kryptowährungen und NFT-Anwendungen sollen ebenfalls möglich sein.«

Der CEO der Playboy-Gruppe, Ben Kohn, deutete im Interview mit Bloomberg darauf hin, dass Playboy in Zukunft mit unabhängigen Produzenten zusammenarbeiten und als Plattform Publikum für neue Kundengruppen agieren will. Damit scheint das Unternehmen den Platz einnehmen zu wollen, den OnlyFans gerade geräumt hat: Ein Vermittler zwischen einzelnen Erotikdarstellern und Inhalteproduzenten und den Fans und Kunden zu werden.

Totgesagte leben länger, heißt es. Und Playboy, das seit Jahrzehnten vor allem durch seine global präsente Hasenmarke profitabel blieb, wird nun schon seit knapp dreißig Jahren totgesagt. Ganz offensichtlich geht es mit der Lifestyle-Marke aber auch in den 20er Jahren des 21. Jahrhunderts weiter. Zumindest vorerst.

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