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Sexarbeit gehört gesehen: BesD startet Weihnachts-Spendenaktion gegen Stigma und Sexkaufverbot

gegen sexkaufverbot

Der Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen (BesD e.V.) ruft im Dezember zur großen Weihnachts-Spendenaktion auf. Ziel: Mehr Sichtbarkeit, weniger Stigmatisierung – und eine starke Stimme der Sexarbeiter*innen in der aktuell wieder aufflammenden Debatte um ein Sexkaufverbot.

Während Teile der Politik – allen voran CDU-Politikerinnen wie Julia Klöckner und Nina Warken – erneut das „Nordische Modell“ forcieren, startet der BesD die Kampagne „Sexarbeit gehört gesehen – Sichtbarkeit statt Stigmatisierung“. Vom 1. bis 25. Dezember sammelt der Verband Spenden für zwei zentrale Projekte 2026:

  • Relaunch der veralteten Website – für eine moderne, barrierearme und gut auffindbare Präsenz im Netz
  • Bundesweite Aktionswoche zum Internationalen Hurentag 2026 – mit Veranstaltungen, Aufklärung und Dialog auf Augenhöhe

Warum jetzt?

Die politische Lage wird für Sexarbeiter*innen wieder bedrohlicher. Ein Sexkaufverbot würde – das zeigen alle internationalen Studien aus Ländern mit dem Nordischen Modell (Frankreich, Schweden, Norwegen, Kanada, Irland) eindeutig – genau das Gegenteil von Schutz bewirken:

  • Mehr Gewalt und Ausbeutung
  • Machtverschiebung zugunsten gewaltbereiter Kunden
  • Finanzielle Not und Armut
  • Verdrängung in abgelegene, unsichere Arbeitsorte
  • Erschwerter Zugang zu Gesundheitsversorgung und Beratung
  • Kein Rückgang von Menschenhandel

„Sexarbeiter*innen wissen selbst am besten, was sie brauchen“, betont der BesD. „Statt über sie zu reden, müssen wir endlich mit ihnen reden.“

Der Verband lebt von Spenden

Der BesD finanziert sich fast ausschließlich aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden – ohne staatliche Förderung. Jeder Euro fließt direkt in Aufklärungsarbeit, Beratung, politische Lobbyarbeit und Projekte wie den bevorstehenden Website-Relaunch und die Aktionswoche.

Die Spendenkampagne läuft über GoFundMe:
➤ Jetzt spenden: Sexarbeit gehört gesehen!

Appell an die Branche

Ob Erotik-Shop, Studio-Betreiber*in, Webcam-Plattform, Produzent*in oder Dienstleister*in der Adult-Branche: Die Arbeit des BesD stärkt die gesamte Branche. Eine entstigmatisierte, regulierte und sichere Sexarbeit kommt allen zugute – von den Sexarbeiter*innen selbst bis hin zu Unternehmen, die mit ihnen zusammenarbeiten.

Wer nicht spenden kann, kann trotzdem helfen: Teilt die Kampagne in Social Media, setzt Herzen und Kommentare, macht sie sichtbar!

„Sexarbeit ist Arbeit. Wer sie abschaffen will, nimmt tausenden Menschen ihre Existenzgrundlage – und schiebt sie in die Illegalität. Das ist keine Frauenpolitik, das ist Realitätsverweigerung.“
– BesD e.V.

Noch bis Heiligabend läuft die Aktion. Jede Unterstützung zählt – für eine Gesellschaft, in der Sexarbeit endlich als das gesehen wird, was sie ist: Arbeit.

➤ Direkt zur Spendenseite
www.besd-ev.eu | #SichtbarkeitStattStigma

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