„Porno“-Hack auf Riesenbildschirm beim Córdoba Open

Cordoba open porno Skandal

Stellen Sie sich vor, Sie sind beim Córdoba Open, dem Grand Slam des argentinischen Provinztennis, dem Wimbledon der Pampas, wenn Sie so wollen. Sie sitzen da, vielleicht kauen Sie genüsslich auf einem Choripán herum, das sich in etwa verhält wie ein Bratwurstbrötchen zu einem deutschen Michel, und plötzlich – unerwartet und unverfroren – spielt sich eine Partie der ganz anderen Art auf den Riesenbildschirmen ab.

Ein Hacker, vermutlich ein Cyber-Picasso, bewaffnet mit nichts weiter als einem Mausklick, entschied sich, auf den Bildschirmen, eher bekannt für Spielstände als für Spielarten des Fleisches, ein explizit erotisches Duell zu übertragen. Dort, mitten im heiligen Gral der argentinischen Tennisszene, verdrehte nicht der Smash eines Grand-Slam-Siegers, sondern die Darbietung zweier unbekleideter Akteure die Köpfe.

Die Zuschauer waren zunächst petrifiziert – wie Salzsäulen in einer argentinischen Sodom-und-Gomorrha-Inszenierung. Einige, vielleicht erzürnt über diese unverhoffte Kollision von Turnierball und Fleischeslust, konnten sich nur schwerlich von ihren Choripáns trennen, deren Würste plötzlich metaphorisch in einem ganz anderen Licht erschienen.

Einige Eltern, geplagt von der Aufgabe, ihren Kindern die Grundlagen von Bienchen und Blümchen anhand live übertragener Akrobatik zu erklären, forderten auf den sozialen Medien Gerechtigkeit. Wie erklärt man einem 7-Jährigen Tennistalent, dass das Spiel des Lebens manchmal ungeahnte Bälle wirft?

Die wahrhaft interessante Frage ist doch: Was bewegt einen Menschen dazu, einem Sportevent derart freizügig seinen Stempel aufzudrücken? Welcher tief verwurzelte Freiheitsdrang führt zu solch einer exhibitionistischen Ausschweifung im Zeichen des Protests? Möglicherweise wollte unser unbekannter Hacker-Künstler lediglich aufzeigen, wie nackt wir alle sind hinter dem dünnen Schleier unserer digitalen Sicherheit.

Die moralische des Ganzen? In einer Zeit, in der digitale Sicherheit oft nur ein Oxymoron ist, könnte die nächste Nacktszene auf einem Bildschirm nahe Ihnen stattfinden. Vielleicht sogar beim nächsten Besuch im Stadion, wenn Sie, bewaffnet mit einem Choripán, auf den nächsten Aufschlag warten.

Bis dahin wird das Córdoba Open weiterhin die besten Schläge im argentinischen Tennis präsentieren – sowohl auf als auch abseits des Platzes. Der Vorfall wird in die Annalen des Turniers eingehen, eine Geschichte, reicher an Farbe als so mancher Fünfsatz-Krimi.

Also, liebes Publikum, haltet eure Smartphones griffbereit – beim nächsten Mal, wenn die Bildschirme flackernd zu Leben erwachen, könnte es sich um mehr handeln als nur um den nächsten Aufschlag. Vielleicht ist es die Ouvertüre zu einem ganz neuen Spiel.

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