Playboy übernimmt Lovers

Hefner & Kohn

Der Erotikhändler Lovers wird von dem kürzlich an die Börse gegangenen Unternehmen Playboy übernommen. Es scheint der erste Schritt der legendären Playboy-Gruppe, um sein Portfolio an erotischen Lifestyle-Marken zu erweitern.

Die Traditionsmarke Playboy Enterprises Inc. befindet sich mitten im Börsengang durch einen SPAC-Deal, der kürzlich bekannt gegeben wurde. Während das Unternehmen immer noch hauptsächlich für sein berühmtes Magazin bekannt ist, hat es sich längst von seinem ursprünglichen Geschäft entfernt und ist heute hauptsächlich ein Lizenz- und Lifestyle-Unternehmen, das versucht, aus seiner weltweit bekannten Marke Kapital zu schlagen: dem berühmten Hasenohren-Logo und dem Namen des Magazins.

Am vergangenen Montag gab PE Inc. die Übernahme der Sexual-Wellness-Kette Lovers bekannt. Die Akquisition unterstreicht die rasche Abkehr des Konzerns von seinen Wurzeln in der Erwachsenenunterhaltung. Nachdem das Unternehmen die Produktion seines ehemaligen Flaggschiffs, des Playboy-Magazins, eingestellt hat, wird es sich auf den Aufbau einer Holding für Konsumgütermarken konzentrieren.

Laut Reuters wird die Lovers-Muttergesellschaft TLA Acquisition Corp. durch den Deal mit rund 25 Millionen Dollar bewertet. Playboy will das Geschäft von Lovers in den nächsten 12 Monaten deutlich ausbauen. Es wird ein Umsatzwachstum von 45 Millionen Dollar angestrebt.

Der CEO von Playboy, Ben Kohn, sagte der Nachrichtenagentur Reuters: »Der Bereich, den wir im Moment als aussichtsreichstes Marktsegment ansehen, ist der Bereich Sexual Wellness. Das ist derzeit eine stark fragmentierte Branche.«

Momentan bietet Lovers seine Produkte sowohl online als auch in über 40 stationären Geschäften in fünf US-Bundesstaaten an. Das Unternehmen vertreibt Sexual-Wellness- und Gesundheitsprodukte mit einem Schwerpunkt auf Dessous und Intimpflegeartikeln. Teil des Deals ist, dass Lovers die Produkte von Playboy in sein Ladensortiment aufnehmen wird.

Kohn fügte hinzu: »Wir glauben, dass wir mit der Marke Playboy einen einzigartigen Wettbewerbsvorteil mitbringen, um in diesem Marktbereich die Führungsposition einzunehmen.«

Während einige an der Zukunft des Playboy-Konzern zweifelten, nachdem das Unternehmen nach jahrzehntelangen Rückzugsgefächten sein ursprüngliches Geschäft aufgegeben hatte, scheinen die neuen Schritte die legendäre Marke wieder aufs Spielfeld zu setzen. Zumindest in den Augen der Investoren.

Letzten Herbst fusionierte Playboy mit der SPAC-Firma Mountain Crest Acquisition und wurde einschließlich Schulden mit 413 Millionen Dollar bewertet. Laut Reuters plant Playboy, den Erlös aus dem Börsengang zu nutzen, um das Geschäft mit Lizenzen und Lifestyle-Marken weiter auszubauen. Teil der Strategie wird es somit auch künftig sein, zusätzliche Brands in den Bereichen Streetwear, Accessoires und Herrenpflegeprodukte zu erwerben.

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